In dieser ersten Pocast-Folge lernst Du was ein Mindset ist, was das mit Stress und Gelassenheit im Job zu tun hast und wie Du mehr Gelassenheit erfährst, wenn Du Dein Mindset kennst und verändern kannst. Das Arbeitsblatt zu dieser Folge, die „2-Schritte-Mindset-Strategie“ findest Du in der Gelassenheits-Toolbox:

Arbeitsblatt „2-Schritte-Mindset-Strategie“ herunterladen

* Alle AbonnentInnen finden das Arbeitsblatt unter ihrem persönlichen Toolbox-Link.

Die 2-Schritte-Mindset-Strategie für mehr Gelassenheit [GG#1]

Mein Mindset – Was ist das?

Mindset ist ein englischsprachiger Begriff, der in vielen Blogs und Podcasts im Bereich Persönlichkeitsentwicklung ganz selbstverständlich genutzt und gar nicht mehr erläutert wird. Ich denke, Du weißt auch intuitiv, was Mindset bedeutet. Die deutschen Übersetzungen „Denkweise“ oder „Mentalität“ treffen es meiner Meinung nach nicht so genau. Mindset ist ein schöner Begriff, weil er ganz deutlich macht, dass unser Geist (mind) auf etwas eingestellt ist (set).

Mindset: Unser Geist (Mind) ist auf etwas eingestellt (set)

Und damit ist auch gut umrissen, worum es beim Mindset geht. Das Mindset ist eine Sammlung von

  • Denk- und Verhaltensmustern, die wir über die Jahre gebildet haben,
  • Annahmen darüber, wie die Welt um uns herum funktioniert, und
  • Glaubenssätze, die wir sehr früh verinnerlicht haben.

Und dieses Mindset steuert uns durch’s Leben und eben auch durch unser Berufsleben. Eigentlich ist das sehr hilfreich, weil das Mindset uns viele Entscheidungen abnimmt, sodass wir nicht bei jeder Kleinigkeit Grundsatzdiskussionen mit uns selbst führen müssen. Wenn wir aber aus dem Arbeitstrott raustreten und mit neuen Anforderungen konfrontiert werden, geraten wir manches Mal in Stress, weil unser Mindset gar nicht so gut zu diesen neuen Situationen passt.

Mindsets, die uns das Leben schwer machen

Das sind Situationen, in denen wir uns mehr Gelassenheit wünschen. Je nach dem, welches Mindset Du gebildet hast, reagierst Du auf neue Situationen nämlich so:

  • Mit einem zögerlich-ängstlichen Mindset traust Du Dir bestimmte Dinge nicht zu: Das neue Projekt erscheint Dir zu groß, die KollegInnen sind irgendwie alle schneller unterwegs, …
  • Mit einem enttäuscht-aggressiven Mindset wirst Du bei neuen Arbeitsaufgaben schnell in Rage gerate: Immer sollst Du alles machen während die KollegInnen Däumchen drehen, richtig bezahlt wirst Du für Deine harte Arbeit auch nicht, …

Wenn Du Dich hier wiederfindest, ist das erstmal okay, weil Dein Mindset ja das Resultat Deiner Erfahrungen ist. Du hast es auf der Basis Deiner Erlebnisse ausgebildet und es trägt Dich durch’s Leben. Aber in manchen Situationen macht es Dir Leben und Arbeit doch schwerer als nötig.

In zwei Schritten zu mehr Gelassenheit

Um ein solches Mindset abzuschalten, wenn es Dich hindert, lohnt sich der kritische Blick darauf. Und dabei hilft Dir die 2-Schritte-Mindset-Strategie. Sie besteht aus zwei Teilen:

  1. Dein Mindset kennenlernen: Hier findest Du heraus, wie Du gestrickt bist und erkennst, wenn Du aus Deinem Mindset heraus handelst. (Beispiel: Wenn Deine Vorgesetzte ein neues Projekt an Dich heranträgt und Du reagierst darauf enttäuscht-aggressiv, erkennst Du, dass Du enttäuscht-aggressiv reagierst; Du nimmst es wahr.)
  2. Dein Mindset anpassen: Hier geht es darum, nicht automatisch aus dem Mindset zu reagieren, sondern die Situation realistisch zu bewerten und dann zu entscheiden, wie Du konstruktiv darauf reagieren kannst. (Beispiel: Beim Gespräch mit der Vorgesetzten über das neue Projekt nicht automatisch enttäuscht-aggressiv zu reagieren, sondern die Situation erst einmal sachlich zu bewerten.)

Der zweite Schritt bedingt den ersten – und darum ist der erste Schritt der 2-Schritte-Mindset-Strategie so wichtig! Wenn Du einmal anfängst, Dich besser kennenzulernen, und zu verstehen, welche Glaubenssätze in Dir aktiv sind (und welches Mindset Du mit Dir rumträgst), wirst Du Dich mehr von außen beobachten und in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren können.

Mindsets, die mehr Gelassenheit bringen

Bisher haben wir ja über nur über hinderliche Mindsets gesprochen. Was sind nun Beispiele für hilfreiche Mindsets?

  • Realistisch-abwägendes Mindset: Realistische Bewertung von Belastungen. (Beispiel: „Wenn ich hier und da etwas reduziere, habe ich Ressourcen frei für das neue Projekt – so kann das gehen!“)
  • Kreativ-produktives Mindset: Kreative Lösungsfindung – wie kann man es möglich machen? (Beispiel: „Dann passen wir das Projekt einfach so und so an, dann können Frau X und Herr Y noch dabei helfen und zusammen schaffen wir das!“)

Das sind jetzt nur zwei Beispiele; hilfreiche Mindsets gibt es noch viele weitere. Man kann sie entwickeln und kultivieren. Wenn Du Lust hast, ein eigenes konstruktives Mindset zu entwickeln und dadurch mehr Gelassenheit in Stresssituationen zu erfahren, dann probier doch mal die 2-Schritte-Mindset-Strategie aus (findest Du in der Gelassenheits-Toolbox).

Für Deine Mindset-Arbeit wünsche ich Dir viel Erfolg und vor allem viel Spaß! Denn es macht unglaublich viel Spaß, sich besser kennenzulernen und es erleichtert Dir auch den Arbeitsalltag. Teile Deine Erfahrungen gerne hier in den Kommentaren!

P. S.: Sharing is caring :)

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