In dieser Podcast-Folge sprechen wir darüber, was es bedeutet, Teil eines Unternehmens zu sein. Du erfährst, warum Grenzen im Job in Stresssituationen oft unüberwindbar erscheinen und wie Du sie doch überwinden kannst. Mit dem Arbeitsblatt zu dieser Folge, dem „Grenzen-Crusher“, kannst Du die Grenzen in Deinem Job sprengen.

Arbeitsblatt „Grenzen-Crusher“ herunterladen

* Alle AbonnentInnen finden das Arbeitsblatt unter ihrem persönlichen Toolbox-Link.

Wie Du gedachte Grenzen im Job überwindest [GG#5] Signature Bild

In den letzten Folgen haben wir uns Deine Arbeitswelt mal genauer angeschaut. Dort ging es um Dich als Kern dieser Arbeitswelt und um Dein Team. Heute gehen wir eine Ebene höher und beschäftigen uns mit dem Unternehmen.

Was macht Dein Unternehmen aus?

Jedes Unternehmen verfügt über bestimmte Eigenschaften:

  • Ziele und Visionen
  • Ressourcen und Aufträge (oder auch nicht)
  • interne Strukturen, Regeln und mehr

Wenn Du mal woanders gearbeitet hast, wirst Du vielleicht einige Ähnlichkeiten zwischen Deinem ehemaligen und Deinem jetzigen Arbeitgeber feststellen. Dennoch ist die genaue Zusammensetzung der oben genannten Eigenschaften in jedem Unternehmen ganz speziell. Wenn Du mal in einer anderen Branche oder in einer anderen Unternehemsgröße unterwegs warst, weißt Du, wie unterschiedlich Arbeit und Zusammenarbeit gestaltet werden können.

In Stresssituationen erleben wir die Eigenschaften des Unternehmens mitunter als Einschränkungen. Das klingt dann so:

  • „Wir haben einfach zu wenige Leute für die ganze Arbeit.“
  • „Die Geschäftsführung hat doch keine Ahnung davon, was wir hier an der Basis machen.“
  • „Hier gibt’s einfach keinen Raum zum Wachsen.“

Willst Du Opfer oder Mitgestalter sein?

Das Fatale an diesen Sätzen ist, dass sie aus einer Opferrolle („Ich bin Opfer der Umstände“) heraus geäußert werden. Wir geben die Schuld an die Umstände ab und verspielen damit die Chance, genau diese zu verändern. Wenn Du beispielsweise glaubst, dass es keinen Raum für Entwicklung gibt, bemühst Du Dich auch nicht darum.

Ich bin davon überzeugt, dass wir alle Mitgestalter unserer eigenen Arbeitswelt sind. Das „Unternehmen“ gibt es ja gar nicht als eigenständiges Ding, sondern das Unternehmen ist vor allem auch eine Ansammlung von Menschen, die alle für einen gemeinsamen Zweck arbeiten. Und einer dieser Menschen, das bist Du. Deswegen bist Du auch Mitgestalter Deines Unternehmens.

Wenn Du die Umstände im Unternehmen als Grenzen erlebst, dann bedeutet Mitgestalten, diese Grenzen im Job anzugehen und zu verschieben. Das braucht Motivation und Energie, gerade um langfristig dranzubleiben, aber es ist möglich, wenn Du mit realistischen Erwartungen und kleinen Schritten rangehst. Dabei hilft Dir der Grenzen-Crusher.

So sprengst Du Grenzen im Job

Der Grenzen-Crusher (aus der Gelassenheits-Toolbox) funktioniert in vier Schritten:

  1. Du definierst eine Ist-Situation: Wo stehst Du gerade mit all den Umständen, die Du als Grenzen erlebst.
  2. Du definierst ein Ziel: Wo willst Du hin? Wie fühlt sich Deine Arbeitssituation an, wenn es die ganzen Grenzen nicht gäbe?
  3. Du definierst die Grenzen: Du schreibst alle Hürden auf, die Dir auf Deinem Weg von der jetzigen Situation bis zum Ziel begegnen und beschreibst auch, wie die genau aussehen. Sind das Personen, Zeitliches, Räume, Ressourcen, …
  4. Du findest Ideen, um die von Dir definierten Grenzen zu überwinden oder zu verschieben (pro Grenze drei Ideen).

Um Deine Kreativität anzukurbeln, habe ich auf dem Arbeitsblatt auch Beispiele untergebracht. Teile gerne Deine Fortschritte mit dem Grenzen-Crusher in den Kommentaren zu diesem Beitrag!

Das musst Du beachten

Grenzen im Job zu überwinden, ist braucht Motivation und Energie. Zwei Dinge solltest Du dabei im Kopf behalten:

Realistische Erwartungshaltung

Wenn es in Deinem Unternehmen überhaupt keine Chance auf Weiterbildung und persönliches Wachstum gibt, dann kannst Du auch nicht erwarten, dass Dir nächste Woche eine komplette Ausbildung finanziert wird. Du kannst aber schauen, welche kleinen Schritte auf dem Weg zum großen Ziel möglich sind. Vielleicht kannst Du ein externes Tagesseminar besuchen, die Erkenntnisse zurück ins Unternehmen bringen, nach und nach das Verständnis für Weiterbildung schaffen und fördern.

Nicht alles lässt sich verändern

Realistische Erwartungen und kleine Schritte sollen Dich motivieren, Grenzen im Job nicht hinzunehmen, sondern aktiv zu verändern. Dennoch ist es hilfreich, sich einzugestehen, dass es auch Grenzen im Job gibt, die Du nicht überwinden kannst.

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P. S.: Sharing is caring :)

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