Warum überfordert uns der Gedanke an Gelassenheit so oft – und wie können wir das Ziel, entspannt-produktiv zu arbeiten, trotzdem erreichen? Darum geht es in dieser Podcast-Folge. Mit dem dazugehörigen Arbeitsblatt aus der Gelassenheits-Toolbox kannst Du das Gehörte vertiefen:

Arbeitsblatt „Treppe zur Gelassenheit“ herunterladen

* Alle AbonnentInnen finden das Arbeitsblatt unter ihrem persönlichen Toolbox-Link.

So kommst Du schrittweise zu mehr Gelassenheit [GG#9] Signature Bild

In der letzten Podcast-Folge hast Du ein Gelassenheitsfoto gemacht: Du hast Dir ausgemalt, wie optimale Gelassenheit für Dich aussieht. Heute geht’s darum, wie Du diese optimale Gelassenheit auch erreichst.

Warum klappt das mit der Gelassenheit nicht?

Viele Menschen wissen gar nicht, wie Gelassenheit konkret für sie aussieht. Sie bleibt vage und wenig greifbar. Und das ist fatal: Denn, wenn Du nicht weißt, wie Gelassenheit konkret für Dich aussieht, dann

  • … wirst Du sie auch nicht erkennen, wenn sie kommt (oder bereits da ist). ;)
  • … kannst Du auch keine Handlungen ableiten, die Dich dahin führen.

Wir sind alle GestalterInnen unserer eigenen Gelassenheit im Job. Gelassenheit, die nicht von selbst kommt, sondern die wir uns erarbeiten müssen. Und wie willst Du auf etwas hinarbeiten, das Du nicht genau beschreiben kannst? (Wenn Du jetzt Lust hast, daran was zu tun, hör Dir die letzte Folge an!)

Doch auch, wenn Du genau weißt, wo Du hin willst, klappt es manchmal nicht mit der Umsetzung. Viele Menschen scheitern am Vorhaben, entspannter zu arbeiten, weil sie sich zu viel vornehmen: Seele baumeln lassen, pure Entspannung – das sind Ziele, die im Job nicht realistisch sind. Und das ist auch okay so: Schließlich brauchen wir eine gewisse Anspannung, um überhaupt produktiv sein zu können.

Seele baumeln lassen, pure Entspannung – das sind Ziele, die im Job nicht realistisch sind.

Und hier kommt die Treppe zur Gelassenheit ins Spiel. Mit ihrer Hilfe kannst Du ein klares Ziel formulieren und den Weg dorthin Schritt für Schritt gestalten. Im Folgenden stelle ich Dir die einzelnen Elemente dieser Treppe vor – grafisch aufbereitet findest Du sie auch in der Toolbox.

So funktioniert die Treppe zur Gelassenheit

Stell Dir die Treppe zur Gelassenheit mal als echte Treppe vor. Ganz unten, am Fuß der Treppe, da stehst Du jetzt. Und ganz oben, am Kopf der Treppe, das ist da, wo Du hin willst. Jetzt kannst Du Dir vorstellen – wie bei einer normalen Treppe auch –, dass es ziemlich unrealistisch ist, es mit einem Schritt vom Fuß der Treppe bis nach ganz oben zu schaffen. Denn dazwischen liegen viele kleine Stufen: Deine einzelnen Schritte auf dem Weg zu mehr Gelassenheit.

Jede Treppe muss ja baurechtliche Anforderungen erfüllen und so ähnlich verhält es sich auch mit Deiner Treppe zur Gelassenheit. Jede Stufe, jeder Schritt, den Du auf dem Weg zu mehr Gelassenheit unternehmen willst, muss drei Kriterien erfüllen:

  • Ist der Schritt realistisch? Also: Ist die Stufe flach genug oder ist sie zu hoch für einen Schritt? Übertragen auf Deinen Job bedeutet das: Ist Dein Ziel wirklich realistisch umsetzbar mit den Ressourcen, die zur Verfügung stehen?
  • Ist der Schritt spezifisch? Also: Erfüllt die Stufe die rechtlichen Anforderungen an Größe und Form. Übertragen auf Deinen Job: Ist das, was Du Dir vornimmst, wirklich konkret. „Mehr Gelassenheit“ wäre nicht konkret. Besser schon: „Ab nächsten Monat nur noch 80 % Auslastung durch Projektarbeit, damit 20 % frei bleiben für die Anforderungen des Tagesgeschäfts“.
  • Ist der Schritt messbar? Ganz wichtig: Bei einer Treppenstufe kann man ja sehr einfach messen, ob sie zu flach oder zu hoch ist, ob die Form stimmt. Übertragen auf Deinen Job bedeutet das: Was Du Dir wünscht (das spezifische und realistische Ziel), solltest Du messen und überprüfen können. Gibt es Dinge, an denen Du den Erfolg erkennen wirst?

Ein Schritt nach dem anderen

Durch die Ausgestaltung Deiner Treppe der Gelassenheit mithilfe der drei Kriterien (realistisch, spezifisch, messbar), sollte die erste Stufe zum entspannt-produktiven Arbeiten nun relativ einfach zu nehmen sein. Und dann gilt: one step at a time – eine Stufe nach der anderen. Ich finde die Treppe zur Gelassenheit ist ein sehr hilfreiches Bild, weil sie Dir zeigt, welche kleinen Schritte Du unternehmen kannst, um Dein großes Ziel umzusetzen.

Und jetzt interessiert mich: Hast Du die Treppe zur Gelassenheit mal ausgefüllt? Was ist Dein nächster kleiner, realistischer, spezifischer und messbarer Schritt?

P. S.: Sharing is caring :)

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