Hattest Du irgendwann mal den Wunsch, ein selbstbestimmtes Arbeitsleben zu führen? Für viele Menschen ist das eine der Hauptmotivationen auf dem Weg in die Selbstständigkeit: die fremdbestimmte Welt der Anstellungsverhältnisse hinter sich lassen und in eine neue Welt eintreten, in der sie ganz selbstbestimmt mit ihren Talenten und Fähigkeiten anderen Menschen helfen (und davon ihr Leben bestreiten).

Getrieben von dem, was uns begeistert, stecken wir etliche Stunden und unsere ganze Energie ins Business. Und nicht selten passiert es, dass sich die neue Freiheit wie ein zweites Hamsterrad anfühlt. Wenn Du an solch einem Punkt stehst, dann ist diese Podcast-Folge für Dich!

In diesem Beitrag lernst Du,

  • warum erfolgreiches Unternehmertum nur mit Gelassenheit möglich ist,
  • welchen Denkfehler die meisten UnternehmerInnen machen und
  • wie tief das „selbst und ständig“ in uns verankert ist.

(Im Audio-Podcast beginnen wir diese Folge übrigens mit einer Meditation. Wenn Du Lust hast, erst mal bei Dir anzukommen, nutzen den Player oben.)

Schluss mit selbst und ständig! Wie Du für Dein Business brennst ohne auszubrennen Signature Bild

Zur Selbstständigkeit gehört auch dazu, frei über die eigene Zeit zu verfügen und den Tag flexibel gestalten zu können. Wir wünschen uns mehr Zeit für die Menschen, die uns wichtig sind (Familie, Freunde, Partner), für unsere Interessen (Musizieren, Joggen, Lesen, in der Natur sein) und auch für Dinge, die zu Zeiten stattfinden, in denen andere im Büro sitzen.

Erlebst Du solche Momente gerade zu genüge: Yoga am Vormittag oder zwei Stunden im Park spazieren? Oder glaubst Du, Dir einen flexiblen Umgang mit Deiner Zeit gar nicht erlauben zu können, weil Du als „Dreh- und Angelpunkt“ in Deinem Business unverzichtbar bist?

Jenachdem wie lange Du das schon erlebst, zehrt das vielleicht schon an Dir: Du fühlst Dich immer müde und kaputt, willst „nur noch durchhalten“. Oft kommen dann – das erlebe ich bei meinen Klienten – Ärger, Wut, Enttäuschung, dass die Selbstständigkeit nun doch nicht so aussieht, wie vorgestellt. Das eigene Business mutiert zum zweiten Hamsterrad.

Warum Du nur mit Gelassenheit erfolgreich bist

Kannst Du Dich hier wiederfinden? Sicher willst Du den Druck reduzieren: mehr Pausen machen, Dich gesünder ernähren, Sport treiben, Zeiten für Dich schaffen, Zeit mit Familie und Freunden verbringen, Interessen verfolgen, usw. Doch gleichzeitig willst Du den Erfolg, den Du Dir erarbeitest hast, beibehalten. (Genau hier liegt für viele Menschen ein Knackpunkt, weil sie glauben, dass mehr Gelassenheit den Erfolg mindern würde. Das Gegenteil ist der Fall, wie ich Dir später noch erzähle!)

Was hast Du schon alles ausprobiert, um gelassen zu bleiben und Dich dem Druck zu entziehen? Morgens vor der Arbeit eine Runde joggen gehen, regelmäßig mediteren (eines meiner Lieblings-Tools), feste Zeiten für den Feierabend, Termine mit Freunden oder für Hobbies, usw. Und trotzdem scheitert die Gelassenheit immer wieder? So geht es vielen meiner Klienten, die bei zunehmendem Stress die gesunden Gewohnheiten wieder einpacken. Woran liegt das?

Du kannst nur erfolgreich sein, wenn Du gut für Dich sorgst.

Was glaubst Du ist das Allerwichtigste in Deinem Unternehmen? Die wichtigste Ressource, ohne die gar nichts geht? – Das bist Du! Du bist Dein wichtigstes Kapital, die wichtigste Ressource in Deinem Unternehmen. Und jetzt schau Dir mal an, worum Du Dich den ganzen Tag kümmerst. (Wahrscheinlich um tausend Dinge, aber wenig um Dich selbst.)

Erfolg geht nur über Leichtigkeit und Entspannung. Du kannst nur erfolgreich sein, wenn Du gut für Dich sorgst. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßige und richtige Pausen, Auszeiten und Urlaube. Sie helfen dabei, den Kopf freizukriegen, aus dem Produktionsmodus auszutreten und wieder in Deine kreative Kraft zu kommen, inspiriert zu werden und wieder zu brennen (im positivsten Sinne).

Wie Du Abstand davon gewinnst, unverzichtbar zu sein

Als UnternehmerInnen glauben wir oft, selbst und ständig im Einsatz sein zu müssen, alles alleine erledigen zu müssen und in unserem Unternehmen unverzichtbar zu sein. Tatsächlich ist es aber so, dass gute UnternehmerInnen Aufgaben und Verantwortlichkeiten auch gut abgeben können.

(Hier packe ich mich an die eigene Nase: Das fällt mir noch schwer! Im Audio-Podcast verrate ich Dir an dieser Stelle meine ganz persönlichen Schwierigkeiten mit dem Delegieren. Hör mal rein, den Player findest Du oben.)

Vielleicht bist Du recht frisch in Deiner Selbstständigkeit und fehlt es Dir einfach an Erfahrung oder an Wissen, wie man Aufgaben richtig delegiert. Vielleicht bist Du aber auch schon einige Jahre dabei und weißt genau, was Du abgeben kannst und was nicht. Manche UnternehmerInnen machen nach sechs Jahren noch alles selber – da wäre die Frage dann: Betreibst Du eigentlich ein Business oder bist Du einfach selbstständig (im Sinne von selbst und ständig). ;)

Egal wo Du gerade stehst, schau mal auf Deine vergangene Arbeitswoche zurück und überlege Dir:

  • Welche von Deinen Aufgaben musstest Du tun?
  • Wo warst Du wirklich unverzichtbar?
  • Wo hätte es jemand anders nicht erledigen können?

Und wenn Du Dir dazu einige Gedanken oder Notizen gemacht hast, schau auf die vor Dir liegende Arbeitswoche und frage Dich wieder:

  • Welche von Deinen Aufgaben musst Du tun?
  • Wo bist Du wirklich unverzichtbar?
  • Wo kann es jemand anders nicht erledigen?

Wenn ich diese Übung mit Klienten mache, kommt oft heraus, dass sie in ihrem eigenen Business gar nicht so unverzichtbar sind wie sie glauben. ;) Viele Aufgaben, die sie im Moment selbst erledigen, könnten auch abgegeben, anders erledigt oder gestrichen werden. Welche Entlastung!

Wo Du hinschauen kannst, wenn der Druck hoch ist

Zum Abschluss möchte ich Dir noch etwas zum Reflektieren mit auf den Weg geben. Ruf Dir dazu noch mal den Titelsatz dieser Folge ins Gedächtnis (selbst und ständig) und alles, was Dir dazu einfällt:

  • Selbstständigkeit bedeutet, selbst ständig im Einsatz zu sein.
  • Ich kann nur erfolgreich sein, wenn ich ranklotze.
  • In meinem Business bin ich der Dreh- und Angelpunkt.

Vielleicht weißt Du schon, dass es sich hierbei um Glaubenssätze handelt. Spür mal in Dich rein: Glaubst Du das? Und was kommt dann? Vielleicht bemerkst Du einen Widerstand, vielleicht möchtest Du den Kopf schütteln, vielleicht kommt Wut oder Trotz auf. Wenn Deine jetzige Situation einem der Sätze entspricht und Du entdeckst, dass selbst und ständig tatsächlich eine Rolle für Dich spielt, kann das starke Gefühle auslösen.

Das liegt daran, dass wir Sätze und Wertvorstellungen (wie die oben genannten) schon in unserer Kindheit entwickeln. Sie werden von Eltern, Lehreren, dem näheren Umfeld geprägt und begleiten uns dann ein Leben lang. Das heißt aber nicht, dass sie auch ein Leben lang gültig sein müssen – schließlich entwickeln wir uns und machen eigene Erfahrungen.

Überprüfe mal für Dich:

  • Kannst Du selbstständig sein, ohne selbst und ständig zu arbeiten?
  • Ist Erfolg für Dich auch vorstellbar, wenn Du Dir Pausen und Auszeiten nimmst?
  • Gibt es jemandem, dem Du Dein Business (oder einzelne Bereiche) anvertrauen würdest?

(Das sind wirklich schwierige Fragen, die nicht rational, sondern eher intuitiv zu erfahren sind. Im Audio-Podcast leite ich an dieser Stelle eine Meditation an, mit der Du dem nachspüren kannst. Hör gerne mal rein, den Player findest Du oben.)

Schluss mit selbst und ständig! Wie Du für Dein Business brennst ohne auszubrennen

Für Deine Sache brennen kannst Du nur solange, wie Du nicht ausbrennst. In dieser Podcast-Folge haben wir mit dem Voruteil von selbst und ständig aufgeräumt und Du hast gelernt,

  • dass Du nur erfolgreich sein kannst, wenn Du auf die wichtigste Ressource in Deinem Unternehmen achtest: auf Dich selbst.
  • dass Du momentan viele Aufgaben und Verantwortlichkeiten übernimmst, um die sich auch andere kümmern könnten – eine mögliche Entlastung für Dich.
  • dass die Vorstellung von selbst und ständig tief in unserer Kindheit verankert ist, Du Dir heute als erwachsener Unternehmer aber die Erlaubnis geben kannst, Dein Business mit Leichtigkeit und Gelassenheit zu gestalten.

Und jetzt interessieren mich Deine Erfahrungen:

Wie sehr bestimmt Dich „selbst und ständig“ in Deinem Business und Deinem Leben? Und was kannst Du heute noch daran verändern?