Den eigenen Stress messen? In dieser Podcast-Folge lernst Du, wie das geht. Errechne jetzt Deinen eigenen Stresslevel mit dem Stresstest aus der Gelassenheits-Toolbox:

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* Alle AbonnentInnen finden den Stresstest unter ihrem persönlichen Toolbox-Link.

Stresstest: So findest Du heraus, wo Du stehst [GG#7] Signature Bild

Wahrscheinlich gehörst Du zu den Menschen, die in ihrem Job sehr engagiert sind. Schließlich liest Du gerade diesen Blog-Artikel und arbeitest damit an Dir selbst – ganz aus freien Stücken. Uns engagierte Menschen trifft es besonders hart, wenn der Stress zuschlägt. Schließlich dachten wir bisher, wir könnten alles bewältigen.

Arbeitsfrust oder zur Lust zu leisten?

Vielleicht fühlst Du Dich zunehmend gestresst und es fällt Dir schwerer als früher, montags motiviert ins Büro zu fahren. Vielleicht erlebst Du häufiger Konflikte mit KollegInnen. Klar, da vergeht einem die Lust am Arbeiten! Und genau diese Lust wünschen sie viele zurück: die Lust zu leisten, Spaß an der Arbeit zu haben und sie mit Leichtigkeit zu bewältigen.

Der Weg dahin (oder dahin zurück) beginnt immer bei einer Bestandsaufnahme und mit der Frage: „Wie gestresst bin ich eigentlich?“ Um das herauszufinden kannst Du einen der zahlreichen Selbsttests nutzen, die Du in Zeitschriften und im Internet findest. Meiner Meinung nach gibt es nur wenig seriöse; und die seriösen Tests sind für Laien nicht so einfach auszuwerten. Damit Du trotzdem herausfinden kannst, wie hoch Dein Belastungsniveau ist, habe ich einen großen und seriösen Stresstest genommen (das Stress- and Coping Inventory von Lars Satow) und daraus eine einfache Variante entwickelt.

Du findest den Stresstest in der Gelassenheits-Toolbox:

Dein Stresstest in der Anwendung

Der Stresstest ist selbsterklärend und kann von Dir alleine durchgeführt werden. Er besteht aus den folgenden drei Teilen:

Teil 1: Warnzeichen

Dein Körper schickt Dir Warnzeichen, um Dich auf eine hohe Belastung aufmerksam zu machen. Warnzeichen können sich zeigen …

  • in Deinen Gefühlen: gereizt, antriebslos, grundlos traurig, …
  • in Deinem Körper: Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, …
  • in Deinem Verhalten: Kampf, Flucht oder Schockstarre

Die drei Warnzeichen in Deinem Verhalten kommen eigentlich aus dem Tierreich und finden sich bei uns Menschen in abgemilderter Form: Wir streiten mit KollegInnen (Kampf), gehen klärenden Gesprächen aus dem Weg (Flucht) oder wir sitzen wie paralysiert vor dem Bildschirm und tun nichts (Schockstarre).

Je mehr Warnzeichen es in Deinen Gefühlen, in Deinem Körper und in Deinem Verhalten gibt, desto höher ist Dein Stresslevel.

Teil 2: Lebensbereiche

Im Coaching und in der Psychologie stellt man sich vor, dass es sieben wesentliche Lebensbereiche gibt, die für ein glückliches Dasein relevant sind:

  • Arbeitsplatz: Was machst Du beruflich? Wo und wie arbeitest Du?
  • Finanzielle Lage: Was steht Dir an Mitteln zur Verfügung und wie gehst Du mit Geld um?
  • Wohnsituation: Lebst Du in einem Haus oder Wohnung? Teilst Du Deine Wohnung mit anderen (PartnerIn, Freunde) oder wohnst Du alleine? Wohnst Du auf dem Land oder in der Stadt?
  • Partnerschaft und Sexualität: Wie erfüllt erlebst Du Deine Partnerschaft? Wie erfüllt Dein Sexualleben?
  • Familie und Freunde: Wie ist Dein soziales Netzwerk strukturiert? Bist Du gut verwurzelt, gut verbunden?
  • Gesundheit und Wohlbefinden: Wie wohl fühlst Du Dich mit Deinem Körper und Deiner Gesundheit?
  • Persönliche Erwartungen: Welche Ziele, Wünsche, Träume und Hoffnungen hast Du?

Je mehr Störungen oder Unsicherheiten es in diesen sieben Lebensbereichen gibt, desto höher ist Dein Stresslevel.

Teil 3: Bewältigungsstrategien

Hier wird es besonders interessant, denn wie wir mit Belastungen umgehen schlägt sich direkt auf unseren Stresslevel aus. In Folge 3 von Gelassenheitsgestalter hast Du ja bereits die Stressformel kennengelernt: Stresserfahrung = Belastung – Bewältigungsmöglichkeiten. Wenn Dir viele Bewältigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, reduziert das Dein Stressempfinden drastisch. Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Bewältigung tatsächlich möglich ist, solange Du davon überzeugt bist, dass es klappt.

Wenn Du zum Beispiel eine neue Arbeitsaufgabe erhältst und den entstehenden Aufwand realistisch einschätzen kannst, wirst Du viel weniger Stress empfinden, als wenn Du Dich davon sofort überfordert fühlst. Bewältigung bedeutet Lösungen für belastende Situationen zu finden. Im Bespiel der neuen Arbeitsaufgabe könntest Du andere an Bord holen, die Dich unterstützen, oder ein klärendes Gespräch mit Chef oder Chefin führen.

Je mehr Bewältigungsmöglichkeiten Dir zur Verfügung stehen bzw. je mehr Du davon überzeugt bist, über Bewältigungsmöglichkeiten zu verfügen, desto niedriger ist Dein Stresslevel.

Noch Fragen zum Stresstest?

Aus diesen drei Bereichen besteht Dein Stresstest. Gerne kannst Du den Test ausfüllen und Dich bei mir melden, wenn Du Fragen zum Ergebnis hast oder nächste Schritte planen willst.

Sag mal, gefällt Dir eigentlich mein Podcast? Dann würde ich mich freuen, wenn Du ihn auf iTunes bewertest. So können ihn auch andere finden, die am Thema interessiert sind. Danke!

P. S.: Sharing is caring :)

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